Reisebericht über die Spessart-Fahrt vom 3. bis 7. September 2026
Nach einer langen Busanreise zu unserem Zielort erreichte die 31-köpfige
Reisegruppe am späten Nachmittag den Jägerhof in Weibers-brunn. Wir
waren von unserer Unterkunft und der Verpflegung angenehm überrascht
und freuten uns auf die vor uns liegenden Tagesausflüge.
Unser Reiseleiter führte uns am ersten Tag durch den Hochspessart mit
Besichtigung der Wallfahrtskirche Hessenthal und des Wasserschlosses
Mespelbrunn. Hierbei zeigte sich, dass unser Reiseleiter detailreich und
zugleich kurzweilig geografische und historische Dinge erläuterte, oft
vermischt mit amüsanten Anekdoten. In Miltenberg starteten wir dann am
Nachmittag zu einer gemütlichen Schifffahrt auf dem Main. Auch durch
den Sonnenschein war es ein herrlicher Tag.
Am zweiten Tag besuchten wir Aschaffenburg mit dem beeindruckenden
Schloss, wir sahen das Pompejanum und erkundeten danach die Innenstadt
auf eigene Faust. Hierbei genossen so manche von uns auch die in
zahlreichen kleinen Restaurants angebotenen bayerischen Spezialitäten.
Am Nachmittag brachte uns unser Bus nach Lohr am Main, einer kleinen
fränkische Stadt mit vielen Fachwerkhäusern. Hier entstand das Märchen
von Schnewittchen, das die Gebrüder Grimm in ihre Märchensammlung
aufgenommen hatten. Auf der Rückfahrt durch den tiefen Spessartwald ließ
unser Reiseleiter den Bus an einem Seitenweg stoppen, da er uns noch
etwas Besonderes zeigen wollte. So gelangten wir in den Hinterhalt einer
Räuberbande, die uns einiges abverlangte. Wir spielten gerne mit und es
wurde eine lustige, unterhaltsame Stunde in diesem Räuberversteck.
Inszeniert wurde dieses aufregende, unvergessliche Spektakel durch eine
Weibersbrunner Laienspielgruppe. Am Abend wurde immer wieder davon
gesprochen und darüber gelacht.
Für den dritten Tag gab es eine Planänderung. In Rothenburg ob der
Tauber, dem eigentlichen Ziel, fanden die dreitägigen Reichsstadtspiele mit
bis zu 2000 Mitwirkenden statt und zehntausende von Besuchern von nah
und fern hielten sich in der Stadt auf. Eine geführte Altstadtbesichtigung
war so unmöglich durchzuführen. Mit Zustimmung der ganzen Gruppe
besichtigten wir statt dessen das Kloster Bronnbach an der Tauber und die
Stadt Wertheim mit vielen mittelalterlichen Fachwerk-häusern und engen
Gassen. Es zeigte sich, dass dies ein vollwertiger Ersatz für Rothenburg
war. Besonders imposant waren die, an den Häusern angebrachten
Flutmarken, die bei Hochwasserlagen, auch in neuerer Zeit, bis zu 8 Meter
über dem normalen Flusslauf der Tauber lagen, so dass das Wasser in
Keller und Erdgeschosse der historischen Gebäude eindringen konnte.
Am nächsten Tag hieß es dann Abschiednehmen von dieser schönen
Gegend und den interessanten Städten und Siedlungen. Wir denken gerne
und dankbar an unseren örtlichen Reiseleiter, wie er uns seine Heimat so
lebendig nahe brachte.
Unser Busfahrer brachte uns sicher nach Hause und wir trafen am späten
Nachmittag wieder in Niebüll ein. Wir sind unserem freundlichem
Busfahrer aber nicht nur für seine sanfte und vorausschauende Fahrweise
dankbar, sondern auch für seine sehr umfängliche Pausenverpflegung mit
Würstchen, Suppen und Reisbrei sowie Kaffee und Tee mit Keksen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass es eine sehr schöne und
harmonische Reise bei herrlichem Wetter war, die wir deshalb sicherlich
nie vergessen werden.
Niebüll, 9.9.2026
Klaus Dörband
Fotos von dieser 5-Tagesfahrt folgen noch
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